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Radlereck -
weils besser ist
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Transalp die zweite, von Steinach/Tirol an den Gardasee ca. 600 Km und 15 000 Hm |
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Da die unsere erste Transalp zu kurz und einfach war, hat Thomas bei dieser Tour noch ein paar Kilometer und Höhenmeter draufgepackt, leider waren Pässe über 2500 m, wie das Madritschjoch mit 3123m, nicht fahrbar da noch meterhoch Schnee in den Alpen lag. Trotz allem war es eine absolute Traumtour. Start war wieder in Würzburg wo wir mit dem Zug über Innsbruck nach Steinach in Tirol fuhren, um ca. 14.00 Uhr begann die Tour bei bestem Wetter. |
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1. Etappe 51 Km - 2100 Hm - 5 Stunden Von Steinach (1030m) gehts unter der Brennerautobahn durch und gleich steil bergauf nach Vinaders und weiter zur Sattelalm (1710m), hier ist die Staatsgrenze nach Italien. Da der so genannte "böse Bauer" keine Biker mag, hat er sein Besitz mit Bretterverschlägen und Stacheldraht unpassierbar gemacht, so daß man einen Umweg mit Tragepassagen in Kauf nehmen muß. Es ging weiter über das Kreuzjoch (2096m) und der Brenner Grenzkammstraße an den verfallenen Militäranlagen aus dem 1. Weltkrieg vorbei nach Silbergasser. Jetzt gehts wieder steil hoch zur Enzianhütte (1904m), unserer erste Übernachtung. |
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2. Etappe 76 Km - 2140 Hm - 6 Std 15 min Schwierigkeitsgrad SaS (Sauschwer) Von der Hütte gehts hoch zum Schlüsseljoch ( 2212m) und wieder runter nach Fussentrass (1380m). Jetzt kommt ein harter Anstieg auf das Pfunderer Joch, mit 2568m. Der höchste Pass unserer Tour und auf der Nordseite liegt noch jede Menge Schnee. Die Abfahrt bringt uns über Pfunders in das warme Pustertal wo wir auf Radwegen durch Ehrenburg und Maria Saalen Richtung St. Virgil fahren. In Enneberg, im Albergo La Pli übernachten wir und sehen uns das Endspiel der Fußball WM an. Die Südtiroler, obwohl sie eigentlich Italiener sind, stehen alle hinter den Franzosen. Italien gewinnt trotzdem. |
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3. Etappe 54 Km - 2050 Hm - 4 Std 45 min Bei bestem Wetter fahren wir durch St. Virgil hinauf zum Ritjoch (1863m) und weiter über Alt Wengen zu den Armentara Wiesen. Jetzt sind wir mitten in den Dolomiten. Am Heilig Kreuz ( 2130m) vorbei gehts hinunter nach La Villa. Nach einer kurzen Kaffepause nehmen wir den nächsten Anstieg zur Pralongia Hütte (2116m) wo wir auch übernachten. Tolles Hochplateau mit Blick auf die Sellagruppe, Grödner Joch, Pordoi und weiteren Bergriesen der Dolomiten. |
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4. Etappe 60 Km - 1500 Hm - 4 Std 45 min Schwierigkeitsgrat TTT - ThomasTorTour Ab der Hütte führt ein netter Weg bergab nach Arrabba (1511m), hier fahren wir in den falschen Weg und kommen an einer Skipiste mit über 30% Steigung. Schiebend und tragend erreichen wir das Rifugio Padon (2569m) direkt vor den riesigen Gletschern der Marmolada. Nach kurzer Pause gehts auf Trails weiter Richtung Pordoi und Fedaiasee, aber auch hier ist bald Ende mit fahren und wir tragen die Bikes bergab zum Fedaiasee (2054m) und am nächsten Berg wieder hoch zum berühmten Bindelweg(2482m). Als wir dann endlich am Passo Pordoi (2239m) und wieder auf dem richtigen Weg sind, gehts nur noch bergab nach Canazei ins Fassatal und auf Radwegen weiter bis Soraga (1207m). Hier übernachten wir im Parc Hotel, so alt wie das Hotel, sind auch die Gäste. Der Hotelmanager mag uns anscheinend, macht uns einen super Preis incl. Halbpension und der Tag ist für uns gerettet. ( Hotel und Essen usw. absolut top). |
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5. Etappe 75 Km - 2450 Hm - 6 Std 30 min Heute müssen wir mal ein paar Km machen, über Moena gehts wegen Straßensperrungen über Umwege hoch zum Passo Lusia (2055m). Auf Schotterwegen fahren wir bis Paneveggio und durch das Naturschutzgebiet Val Venegia und Baita Segantini (2200m) zum Passo Rolle (1989m). Da uns ein Gewitter verfolgt gehtss auf der Straße hinab nach San Martino di Castrozza (1444m). In diesem mondänem Skiort erwischt uns am späten Nachmittag ein Wolkenbruch und wir müssen warten. Mit Regenklamotten gehts, über eine Stunde später, hoch zur Malga Tognola (1988m) und schiebend, einen bei schönem Wetter sicher tollen Trail, hinunter nach Caoria (858m), einem abgelegenen Ort im Val Cia immerhin gibt es ein Albergo, wir nehmen uns ein Zimmer und bleiben. |
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6. Etappe 88,5 Km - 2200 Hm - 6 Std Von Caoria gehts durch ein schönes Tal auf einsamen Wegen hoch zum Cinque Croci (2018m) unserem letzten Pass mit über 2000m. Ab jetzt gehts richtig runter, über Spera (644m) Strigno und Borgo (383m), weiter durch das warme Val Sugana bis kurz vor Levico. Hier biegen wir ab und fahren den berühmt-berüchtigten Kaiserjägerweg (1268m) hoch. Der zieht einem die letzten Körner aus den Knochen. Oben angekommen gehts über Bertoldi, Albertini weiter nach Chiesa und wir suchen uns eine Pension zum übernachten. Auf der Hochebene von Folgaria Luserna und Lavarone stehen noch die alten Festungen aus dem 1.Weltkrieg. Die meisten Wege die wir befahren waren ehemals Militärstassen, der mit einer Taube markierte Friedensweg führt vom Stilfser Joch, entlang der ehemaligen Frontlinie über die Dolomiten, Lavarone und den Pasubio bis zum Gardasee. |
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7. Etappe 112 Km - 1300 Hm - 6 Std Auf dem Friedensweg geht es vorbei am Monte Rust Fort Cherle (1234m), zum Passo Sommo (1343m), weiter nach Folgaria und wieder hoch zum Monte Finonchio (1577m) dem letzten richtigen Berg unserer Tour. Von hier aus sieht man schon das Etschtal und Rovereto (186m). Nach kurzer Pause fahren wir ab, leider stürzt Thomas auf grobem Geröll und zieht sich Platzwunden an der Schläfe zu. Nachdem er verarztet wurde fahren wir vorsichtig weiter. 1000 Hm später sind wir in Rovereto, da Thomas wieder fit ist, gehts auf dem Radweg Richtung Riva. Nachdem noch so nebenbei ein Rennradfahrer und ein paar Alpenüberquerer platt gemacht wurden, geht es über den letzten Pass, dem Passo San Giovanni ( 278m) hinunter nach Nago, Torbole und Riva del Garda. Wie beim ersten Mal ein unbeschreibliches Gefühl, und gleichzeitig eine Bestätigung was man alles leisten oder ertragen kann. Voraussetzung sind allerdings eine gute Kondition, die richtige Ausrüstung, eine genau Vorausplanung (da ist Thomas kaum zu übertreffen ) und eine gewisse Leidensbereitschaft. Hat man dies alles kann man schnell süchtig nach solchen Touren werden. |
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Bis irgendwann im Sommer 2008 am Gardasee... |
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Fazit einer Tourenbikerin Mit jedem Tag länger auf Tour lässt man die Alltagsprobleme weiter hinter sich zurück. Eine Mehrtagestour ist wie eine Steckdose, hier lassen sich die Akkus wieder aufladen. Sollte jemand Interesse an solchen Touren haben, wir helfen gerne mit unseren Erfahrungen weiter. |
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