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Radlereck - weils besser ist


Transalp die 3.
diesmal zu dritt
1. Etappe

60,5 Km - 1660 hm Oberstdorf - St. Anton
Wir sind am 5. Juli 2008 mit der Bahn ab Würzburg bis nach
Oberstdorf gefahren. Um 13.00 Uhr standen wir bei schönstem
Wetter vor Andi Heckmairs Geschäft und die Tour ging los.
Durch das Stillachtal, vorbei an der Fellhornbahn, hoch zum
Schrofenpass (1687 m) weiter über Warth, Lech und Zürs zum
Arlbergpass (1793 m) hinunter zu unsrem ersten
Etappenziel St. Anton.
Wir übernachteten im Haus Flatscher
(004354463603 - haus.flatscher@st.anton.at) sehr nette Leute.
2. Etappe

72,5 Km - 2600 hm St.Anton - Vna
Von St. Anton gings über die Konstanzer - zur Heilbronner Hütte
(2320m) weiter über das Zeinisjoch nach Ischgl.
Jetzt wurde es knackig, von 1354m hoch auf 2608m, über
Boden- Gampenalpe Heidelberger Hütte, zum Fimberpass.
Die Schweiz empfängt uns mit Regen, es geht durch das
Val Sinestra an uralten Dörfern vorbei nach Vna, wo wir in einem
alten Gasthaus übernachten, richtig urig.
(Pension Arina Vna - www.maryleen.ch).
3. Etappe

39 Km -1540 hm Vna - Glurns Das erste Highlight
Von Vna nach Ramosch, über den Inn nach Sur En (1100m) gehts
ins Val d Uina zur Uina Schlucht, einem alten Schmugglerpfad der
teilweise wie eine Röhre in die senkrechte Felswand geschlagen
wurde und manchmal nur 0,5 m breit ist.
Hier geht nur schieben oder tragen. Oben auf 2293m angekommen
führt der Weg nach Italien, vorbei an der Sesvennahütte, runter
nach Schlinig bis hinab in den Vinschgau (906m).
Hier erwischt uns ein heftiges Gewitter und wir übernachten
außerplanmäßig in Glurns.
4. Etappe

85 Km - 3600 Hm Glurns - Tarscher Alm Die Hammertour
Heute mussten wir richtig Gas geben, im Marathontempo nach
Prad (894m), Richtung Stilvser Joch, stetig bergauf nach
Sulden (2563m) und bei bestem Wetter zum höchsten Punkt
unserer Tour, das Madritschjoch 3123m hoch, direkt vor dem Ortler.
Von hier kommen wir in das herrliche Martelltal, das wiederum in
den Vinschgau mündet. Unten auf 824m angekommen gehts sofort
wieder steil aufwärts durch Tarsch bis zur Tarscher Alm auf 1940m,
wo wir um 19.45 ankommen und auch übernachten.
Absoluter Tip.
Klasse Hütte Tel: +39 334 3160221 alm@tarscheralm.com
5. Etappe

64 Km - 2100 Hm Tarscher Alm Dimaro Vale di Sole
Von der Alm geht es schiebend und tragend, knackige 600 hm hoch
zum Tarscher Pass (2527m) im Hintergrund sieht man den
Hasenohrgletscher, danach vorbei an der Steinrastalm, den
Kofelraster Seen hinab zum Zoggler Stausee (1154m).
Es folgt ein langer Anstieg durch das schöne Ultental zum
Rabbijoch (2467m).
Nach kurzer Rast in der Haselgruber Hütte geht es nur noch
bergab vorbei an Rabbi, San Bernando ins Val di Sol nach Male
und Dimaro (776m), unserem Etappenziel.
6. Etappe

78 Km - 1350 Hm Dimaro - Storo
Es geht gleich wieder hinauf nach Madonna di Campiglio (1664m),
es folgt eine tolle Abfahrt mit Blick auf die Brenta und Adamello
ins Val Rendana vorbei an Pinzolo, Spiazzo über den Zuclo Pass
vorbei an Bondo bis hinunter nach Storo (388m),
unserem letzten Etappenziel.
7. Etappe

72 Km - 1600 Hm Storo Riva del Garda
Wie üblich gehts bergauf, von Storo ins Val d Ampola zum
Passo d Ampola (747m). Jetzt folgt der letzte Anstieg zum
Tremalzo, aber der kostet noch mal richtig Körner. 1000 hm am
Stück, Anfangs Asphalt, nach dem Parkplatz am Ristorante
da Richetto nur noch gröbster Schotter, dafür wird man nach dem
Tremalzo Tunnel (1863m) mit einer grandiosen Aussicht belohnt.
Jetzt kommt ein Downhill der es in sich hat, fast 1800 hm werden
vernichtet. Es geht über den Passo Nota (1200m), Passo Rochetta,
mit tollen Ausblicken auf den Gardasee nach Pregasina (477m),
nun folgen wir der alten Ponale Straße bis nach Riva.
Wie immer übernachten wir in der Pension Benjamino
(absolut empfehlenswert Tel: +39 0464552086)
500 Km und über 15 000 Höhenmeter bei einer Fahrzeit von 38,5 Stunden hatten es in sich, aber einmal muss man
halt über das Madritschjoch oder den Tremalzo, selbst Julius mit gerade mal 18 Jahren hatte sichtlich Spaß an der
Schinderei, Thomas unser Guide und Planer hatte wieder mal eine perfekte Tour, auch ohne GPS, aufgestellt und
diesmal waren auch genügend Opfer für ihn unterwegs (da vor uns, Biker, die kriegen wir...).
Ich war fürs Wetter zuständig, zwei Regentage geht doch oder, und den technischen Service, keine Panne bis zum
Tremalzo, aber dann, ein abgerissenes Schaltwerk, drei Stürze und zwei Platten, für was braucht man eigentlich ein
Schaltwerk, Singlespeed tuts auch.

Mal sehen was für eine Tour Thomas für 2010 aus dem Rucksack zieht...

 

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